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10.02.2017, 09:04 Uhr | Josef Holtvogt
Oldenburger Runde der CDU und Vertreter der TenneT tauschten sich aus
TenneT stellte der Oldenburger Runde, unter Vorsitz von MdL Karl-Heinz Bley und Landrat Jörg Bensberg, bei Otte in Sage die aktuellen Planungsstände der Netzaus-bauvorhaben Conneforde – Cloppenburg – Merzen, Wilhel- mshaven – Conneforde, Emden/Ost – Conne- forde und Halbemond - Emden/Ost vor. Da- rüber hinaus wurden die Möglichkeiten zur Teilerdverkabelung, der Anschluss der Off- shore-Windenergie und die Herausforderungen der Bür-gerbeteiligung erörtert.Bezüglich des Ausbaus "Conneforde – Cloppenburg – Merzen" zeigten die Politiker sich etwas .....
Oldenburg - ...enttäuscht; sie hatten konkretere Planungen erwartet. TenneT erarbeitet zurzeit die Antragsunterlagen für das Raumordnungsvorhaben. Hierbei werden frühzeitig Teilerdverkablungsabschnitte mit betrachtet, was aber mehr Zeit für die umfangreichen Un-tersuchungen erfordert. Daher wird TenneT die Antragsun-terlagen für den ersten Abschnitt von Conneforde in den „Raum Cloppenburg“ erst in diesem Frühjahr finalisieren können, statt wie ursprünglich geplant Ende letzten Jahres. Die Teilnehmer, CDU Bundestags- und Landtagsabgeord-nete aus dem Landesverband Oldenburg und Ostfriesland, sowie die Landräte aus dem Ammerland und der Weser-marsch, waren sich einig, dass der Netzausbau einen zentralen Baustein für das Gelingen der Energiewende darstellt. Im Rahmen des Netzausbaus können vorrangige Erdverkabelungen mehr Akzeptanz schaffen, aber auch bei Freileitungsabschnitten sind akzeptanzfördernde Maßnahmen wie die Mitnahme von 110-kV-Leitungen auf das Gestänge von 380-kV-Leitungen möglich. „Immer dann, wenn eine Mitnahme von 110-kV-Leitungen technisch machbar ist und zu einem Rückbau der 110 kV-Leitungen führt, muss der Übertragungsnetzbetreiber TenneT diese Möglichkeiten auch ausschöpfen" forderte Bley. So würden Mensch und Natur entlastet. Die Bundesnetzagentur müsse dafür sorgen, dass hier für die Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber eine schnelle Lösung gefunden werde, die Akzeptanz fördere und Risiken minimiere. Der abschließende Appell der Beteiligten: „Die Stromtrasse sollte möglichst von der Küste bis nach NRW als Erdverka-belung verlegen werden, wobei die Grundstückseigentümer jährlich eine wiederkehrende Entschädigung bekommen sollten. Auf Konverterstationen sollte im Oldenburger Land wegen der Flächenknappheit verzichtet werden. Der Austausch zwischen der Oldenburger Runde und Ten-neT wird auch in Zukunft fortgesetzt. Foto: R. Otten v. l. Jörg Bensberg, Landrat Ammerland; Karl-Heinz Bley, MdL und die TenneT-Vertreter Janiana Schulze, Matthias Wantia, Paul-Georg Garmer und Bernd Stark.