„Es ist immer gut, einmal die Perspektive zu wechseln“, so Michael Kunze, der Vorsitzende der Senioren Union, „man gelangt so zu neuen Erkenntnissen, das gilt auch, wenn man seine Heimatstadt einmal vom Wasser, statt vom Land aus betrachtet!“
Die Freude über eineen gelungenen Ausflug teilen die Mitglieder der Senioren Unon WilhelmshavenNicht nur optisch sondern auch inhaltlich überraschte der Museumsmitarbeiter Herr Eggers die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit manch neuer Information. Ausgangspunkt der Fahrt war das Museum in der ehemaligen Scheibenhofwerkstatt, einem Teil des 1888 erbauten Torpedohofs der Kaiserlichen Werft. Kaiser Wilhelm II, der in Wilhelmshaven seine Hochseeflotte aufbaute, lies es sich nicht nehmen, der Einweihung beizuwohnen. Mit einem Blick auf die Reste von drei Hafeneinfahrten ging es dann vorbei an der vierten Einfahrt, die heute für Marine, Wirtschaft und Individualverkehr genutzt wird. Im Arsenalgelände lag unter anderem das Flaggschiff der neuen Fregattenklasse, die Hessen. Daneben fanden sich auch Schwimmdocks und bereits außer Dienst gestellt Schiffe und Boote. Der dritte Bauabschnitt war der innere Hafen mit dem Bontekai, heute ein sich stetig vergrößerndes Wohn- und Freizeitareal. Die dort befindliche Entmagnetisierungsschleife wird wohl bald der Vergangenheit angehören, da der Wendeplatz für die immer größer werdenden Schiffe nicht ausreicht. Geplant ist ein Neubau in Kiel.
In der Kaiserzeit und bis zum zweiten Weltkrieg erlebte Wilhelmshaven eine Blütezeit mit bis zu 40.000 Beschäftigten in Werft und Hafen. Nach dem Weltkrieg kam es zu einem Einbruch, der heute noch zu verspüren ist. Trotzdem liegt Wilhelmshaven nach Hamburg und Bremerhaven auf Platz drei der umschlagstärksten Häfen in Deutschland.
Abschließend stärkten sich die „Sehfahrer“ nach der etwas kabbeligen Fahrt“ bei Kaffee und Kuchen im Marinemuseum und Michael Kunze dankte Erwin Lange für die Organisation der Fahrt und Herrn Eggers für die ausführlich vorgetragenen Informationen.